Warum interessiert sich kaum jemand für das Schicksal der Vulkanier? -
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Warum interessiert sich kaum jemand für das Schicksal der Vulkanier?
Mein Problem dabei ist: Die Vulkanier sind nicht irgendeine Spezies und Vulkan ist nicht irgendein Planet! Die Vulkanier sind wohl eine der wichtigsten, wenn nicht sogar DIE wichtigste Alien-Rasse im Star Trek-Universum. Sie nahmen im Jahr 2063 nach Cochranes Warpflug mit den Menschen Kontakt auf, sie sind ein Gründungsmitglied der Vereinigten Föderation der Planeten, Vulkanier wie Sarek, Spock und T'Pol bauten persönliche Beziehungen zu Menschen auf und die Zusammenarbeit verstärkt sich während der TNG-Ära noch weiter.
Was meint ihr dazu?
Du überbewertest diese Rasse.
Sie haben vor den Menschen den Warpantrieb entwickelt, weil die Rasse wohl früher als die Menschheit entstanden ist. Letzlich hat sich aber die Warptechnologie der Menschen in der Föderation durchgesetzt.
Vulkanier sind im 23. Jh nichts weiter als kalte, arrogante, asexuelle Elfen. Wieso sollte man also den Spitzohren nachtrauern?
Die Mehrheit der Zuschauer sieht es jedenfalls anders. Spock ist einfach der bekannteste und beliebteste Charakter in Star Trek.
"bekannteste" wahrscheinlich, wenn man Leute in der Fußgängerzone nach ST-Figuren befragen würde, aber "beliebteste"? Bei ST-Fans? Das ist wohl eher eine Behauptung als eine Tatsache.
Also sehen wir das ganze mal nüchtern:
Natürlich könnte man eine Mini-Serie oder sowas daraus machen, welche soziokulturellen, politischen usw. Auswirkungen es nun hat, dass Vulkan verschwunden ist. Dazu braucht man aber vor allen Dingen zwei Dinge. Leute, die so eine Serie auch machen können und Zuschauer, die sie auch sehen wollen.
Effektiv liefe eine slche Serie auf das selbe hinaus wie ENT oder ähnliche Serien. Man würde sehr frühzeitig die eigentliche Story vergessen und Geschichten über etwas völlig anderes machen. Wobei das natürlich vollkommen absurd wäre.
Es gibt natürlich Serien, die sich bemühen, z. B. das Leben im alten Rom möglichst klassisch wiederherzustellen oder Scifi zu machen, in denen diese sozialen, ökonomischen usw. Themen im Vordergrund stehen. Das Problem ist nur, dass beides nicht unbedingt auf ST zutrifft. Zudem ist es momentan wohl auch nicht der Zeitgeist, solche Serien zu machen. Korrigiert mich, falls ich falschliege, aber inzwischen rückt das Individuum mit seinen Sorgen, Ängste usw. in den Vordergrund.
"Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.
Wie Endar schon sagte, sollte die Zerstörung von Vulkan vor allem bei langjährigen Star Trek Fans einen Schock auslösen. Das mag für einen kurzen Moment auch geklappt haben, allerdings hatten wir danach nur zwei weitere Filme und so gut wie kein weiteres Sekundärmaterial zur Kelvin-Zeitlinie. Und ine inem Film kann man sich nun mal kaum auf so einen Aspekt konzentrieren. Es war ja schon bemerkenswert, dass in Into Darkness überhaupt mal Neu-Vulkan erwähnt wird - und dass es Kontakt mit Old Spock gibt.
In den Comics zur Kelvin-Zeitlinie wird das Thema aber durchaus aufgegriffen - zumindest zwei Stories habe ich noch im Kopf: In einem wollen sich die Vulkanier rächen (von Trauer übermannt) und in dem anderen gibt es ein Problem, weil Neu Vulkan eben NICHT Vulkan ist.
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