Eklat im Milchpreis-Zoff: Der CSU-Bundestagsabgeordnete Alois Karl hat im bayerischen Lauterhofen eine Bäuerin geohrfeigt, die ihn zuvor mit mehreren Litern Milch überschüttet hatte.
Mit ihrer Milch-Attacke wollte die 40-jährige Regine Lehmeier gegen die niedrigen Rohmilch-Preise protestieren. Jetzt zieht sie offenbar eine Anzeige gegen den Politiker in Erwägung: Der Schlag sei so heftig gewesen, dass sie in einer Klinik behandelt werden musste. Dort sei eine Halswirbelsäulenprellung diagnostiziert worden.
Der 58-jährige Politiker hingegen will die Angelegenheit nach Angaben von "Spiegel Online" nicht weiter verfolgen. Nachdem sich die Bäuerin "sehr unflätig und unkorrekt verhalten" habe, sei ihm reflexartig die Hand zu einer Ohrfeige ausgerutscht. Dass er indes die Handgreiflichkeit am liebsten totschweigen würde, versteht sich von selbst - im Wahlkampf macht sich eine "Watschn" nicht besonders gut, erst Recht nicht, wenn sie eine Frau trifft. Der studierte Rechtsanwalt Karl vertritt im Bundestag den Wahlkreis Amberg.
Der Zwischenfall ereignete sich am Montagabend auf auf einer Kirchweihfeier. Ob der handgreifliche Streit für die beiden Kontrahenten strafrechtliche Folgen hat, wird laut "Spiegel Online" derzeit von der Polizei Regensburg geklärt.
Mit ihrer Milch-Attacke wollte die 40-jährige Regine Lehmeier gegen die niedrigen Rohmilch-Preise protestieren. Jetzt zieht sie offenbar eine Anzeige gegen den Politiker in Erwägung: Der Schlag sei so heftig gewesen, dass sie in einer Klinik behandelt werden musste. Dort sei eine Halswirbelsäulenprellung diagnostiziert worden.
Der 58-jährige Politiker hingegen will die Angelegenheit nach Angaben von "Spiegel Online" nicht weiter verfolgen. Nachdem sich die Bäuerin "sehr unflätig und unkorrekt verhalten" habe, sei ihm reflexartig die Hand zu einer Ohrfeige ausgerutscht. Dass er indes die Handgreiflichkeit am liebsten totschweigen würde, versteht sich von selbst - im Wahlkampf macht sich eine "Watschn" nicht besonders gut, erst Recht nicht, wenn sie eine Frau trifft. Der studierte Rechtsanwalt Karl vertritt im Bundestag den Wahlkreis Amberg.
Der Zwischenfall ereignete sich am Montagabend auf auf einer Kirchweihfeier. Ob der handgreifliche Streit für die beiden Kontrahenten strafrechtliche Folgen hat, wird laut "Spiegel Online" derzeit von der Polizei Regensburg geklärt.
Während des Wahlkampfes macht sich das natürlich nicht so gut. Oder doch? Ich bin ehrlich gesagt hin und her gerissen. Gewalt ist in jeglicher Form abzulehnen, aber auch die Milchattacke stellt eine sanfte Form der Gewalt dar. Die konsequente und unbeirrbare Reaktion Karls schindet durchaus Eindruck. Charmant war sie freilich nicht - aber aufrichtig. Wo heutzutage fast jeder Politiker den aalglatten Gutmenschen raushängen lässt, finde ich das ganze recht amüsant.
Couragiert war aber vor allem die Bäuerin. Das war eine Aktion mit viel Symbolcharakter. Dafür allen Respekt. Da brach offenbar bei beiden das Oberpfälzer Gemüt durch. Ich finde es toll, das sowas noch passiert.

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