Ich schiebe die letzten Beiträge mal in den China-Thread, um nicht unnötig vom geliebten Führer abzulenken.
Klar wird das versucht, aber bei einem Durchschnittseinkommen von etwas über 4000 Euro pro Jahr hat der einheimische Markt so seine Beschränkungen. Die Ipod-Zusammenschrauber werden sich kaum eigene Ipods leisten können.
Gerade weil die Inder hoffnungslos mit ihrer Bevölkerungskontrolle gescheitert sind, gibt es jetzt ein riesiges Reservoir an jungen Arbeitskräften. Ja, das Land ist schmutzig, ja, das Land ist arm, ja, das Land ist korrupt- aber dafür verfügt es über einen lebhaften Privatsektor und wächts von unten nach oben (so wie früher die USA). Welcher der beiden asiatischen Riesen die besten Wachstumsaussichten hat, steht noch nicht fest. Indien ist wegen der verzögerten Öffnung seiner Wirtschaft mit Verspätung ins Rennen gestartet, das ist alles.
Was nur wieder die japanische Stabilität im Vergleich zum Reich der Mitte zeigt. Jahrzehnte ohne Wirtschaftswachstum und es kommt zu keinerlei Tumulten. Bei China wird es bei 7 % Wirtschaftswachstum schon knapp.
In Sachen Klima- und Umweltschutz hoffe ich sehr, dass da eine entsprechende Problemlösekompetenz besteht. Nur fehlt mir irgendwie das Vertrauen in vermeintlich weise Führer. Selbst bei Platon war das schon nicht sehr überzeugend.
Inwiefern sich traditionelle Flotten um Zerstörer, U-Boote und Flugzeugträger in 40 Jahren noch verteidigen lassen, kann ich nicht beurteilen. Wobei sich auch die Frage stellt, inwiefern es China in 40 Jahren überhaupt noch als zusammenhängendes Staatswesen geben wird. Die 30 + Jahre, die das Land nach Mao in Einigkeit und relativem Wohlstand verbracht haben, sind historisch jedenfalls ungewöhnlich. Ich würde nicht darauf setzen, dass das noch weitere 30 Jahre hält.
Japan hat alles, was man in diesem Jahrhundert braucht: politische und soziale Stabilität, eine hochentwickelte Industrie und Infrastruktur, eine fleißige und gut ausgebildete Arbeiterschaft. Sicherheitspolitisch hat man selbst bei minimalen Rüstungsausgaben eine effektive Flotte und kann zudem auf die Unterstützung der einzigen Weltmacht zählen. Achja, selbst die demographischen Herausforderung könnte sich noch als Stärke heraustellen, denn, wie jeder in diesem Forum weiß, braucht es dafür in erster Linie eines: Roboter.

Zitat von SF-Junky
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Zitat von Space Marine
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Das geht seit Jahrzehnten so. Kein Ende in Sicht, dabei bleibe ich.
Du hast Chinas Probleme sehr schön aufgelistet, KdE. Die sind bekannt, und da hast du größtenteils auch nicht unrecht. Die KPC kennt sie allerdings auch, und die KPC besteht nicht aus Vollidioten, auch wenn der Westen das zuweilen insgeheim hoffen mag. Ich bin kein Freund der KPC (im Gegenteil), aber in Sachen Problembekämpfung traue ich ihr einiges zu.
Zudem glaube ich nicht daran, dass es möglich ist, China einzudämmen. Da können sie außenrum soviel Angst bekommen, wie sie wollen, und sich den USA noch so sehr an den Hals werfen. Die Fortschritte der PLA sind erheblich, und beinahe komplett auf Anti Access und Area Denial gerichtet. Bis Mitte des Jahrhunderts kann sich keine amerikanische Flotte mehr hinter die "Third Island Chain" trauen, ohne im Ernstfall von den chinesischen Kräften erhebliche Probleme zu bekommen.
PS: Achja... die chinesischen Probleme sehe ich. Nur noch immer keine japanischen Vorteile. Man wird keine pazifische Zukunftsmacht, nur weil das Milliardenreich vor der Haustür Probleme hat. Dazu gehört auch eigene Kraft, die ich von Japan in Zukunft nicht sehe. Japan hat seinen Zenit lange hinter sich.

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